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Margot F. Ibrahim - 2000/2017

Die Hennamalerin erzählt zum Blog-Thema: Haare färben mit Henna

(Alle Empfehlungen erfolgen nach bestem Wissen und jahrelanger Erfahrung! Für die Nutzung der Infos und eventuell daraus folgende Schäden wird keinerlei Haftung übernommen!)

Tipps zum Haarefärben mit Henna

Wer es schon einmal probiert hat weiß: die Haare mit Henna zu färben, ist eine Riesensauerei;-) Wenn Sie eine nette Freundin haben, wäre deren Unterstützung sehr hilfreich, aber es geht auch ganz gut allein.

Sie brauchen: Fettcreme (Baby-Creme, Nivea o.ä.), Wattestreifen, Kamm, Plastikhaube (ich nehme eine kleinere Mülltüte - Kinder bitte nicht nachmachen!), altes Handtuch, eine alte Schüssel zum Anrühreren, altes T-Shirt, Esslöffel.

Auf Inhaltsstoffe, Farbverstärker usw. in Haarfärbemitteln möchte ich an dieser Stelle nicht im Einzelnen eingehen. Wenn Sie unsicher sind - im Netz gibt es unzählige Infos hierzu.

Bei den Bio-Hennaprodukten (Logona, Sante usw.) ist man auf der relativ sicheren Seite. Manchmal ist allerdings das Farbergebnis nicht ganz so intensiv! Sehr gelobt werden auch die Henna-Farben von Khadi.

Ziehen Sie das alte T-Shirt an und waschen Sie sich zuerst die Haare ganz gründlich, damit aller Staub und alle Pflegemittelreste entfernt werden. Danach sollen die Haare gut handtuchtrocken sein. Vorsichtig durchkämmen!

 Rühren Sie das Hennapulver (je nach Haarlänge 1-2 Päckchen) mit sehr heißem Wasser an. Bei sehr trockenen, brüchigen Haaren gibt man einen Eßlöffel Olivenöl, Sesamöl o.ä. und einen Spritzer Zitronensaft dazu. Der Brei sollte etwa die Konsistenz von Hefeteig haben und gut warm sein. Also erst kurz vor der Anwendung anrühren!

Kämmen Sie die Haare vom Oberkopf aus in alle Richtungen und teilen sie in der Kopfmitte ein kleineres, dreieckigs Haarbüschel ab (s. Abb.)

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Streichen Sie mit dem Esslöffel (damit lässt sich das Henna sowohl aufnehmen als auch verteilen und andrücken) das Henna rund um den Ansatz des Haarbüschels. Mit dem Kamm rundherum eine schmale Reihe Haare abteilen und mit dem Büschel zusammennehmen, wieder Henna auf den Haaransatz ringsum verstreichen und die nächste Haar-Reihe rundherum abteilen und zum bereits vorhandenen Büschel dazunehmen. So weiter machen, bis alle Haare eingepackt sind. Den Haaransatz mit Fettcreme eincremen und den Wattestreifen herumlegen - er “klebt” auf der Creme ganz gut fest und kann hinter den Ohren nochmals mit Klammern fixiert werden. Nicht zu wenig Watte nehmen, da diese während der Einwirkzeit relativ gut Flüssigkeit aufnimmt.

Wenn Sie das erste Mal mit Henna färben und alle Haare einpacken möchten, verstreichen sie den Brei bis in die Spitzen an dem “Basis-Büschel” entlang.

Am Ende die längeren Haarenden zusammenrollen und über den ganzen Oberkopf bis zum Watte-Rand die Plastikhaube ziehen. Wie gesagt, ich nehme eine Mülltüte, die ich am Rand soweit aufrolle, bis sie passt und verknote die Enden oder stecke sie mit Klammern fest. Nochmals: Kinder bitte nicht nachmachen!

Um die notwendige Wärme zu halten, wickeln Sie ein altes Handtuch um den Kopf. Wer hat, kann sich auch unter eine Trockenhaube setzen; 15 bis 20 Min. dürften genügen. Danach den Kopf weiterhin warm halten.

Je länger das Henna nun einwirkt, umso intensiver wird das Ergebnis. Das Minimum sind 3 Stunden. Je öfter man mit Henna färbt, umso dunkler wird die Farbe. Bei hellerem Ausgangston ist der Ansatz dann heller als die Spitzen.

Aber Achtung! Zu häufiges Färben mit Henna macht die Haare sehr schwer und struppig! Alle 4-6 Wochen (wie mit normaler Farbe auch) wäre ein Mittelwert.

Wie die endgültige Farbe wird, hängt von vielen Faktoren ab: von der Ausgangs-Haarfarbe, vom Grau-Anteil (je heller die Haare umso eher werden sie “karottig”), von der Haardicke, von dem Hennaprodukt, von der Einwirkzeit, von der Jahreszeit - in der Wärme des Sommers wirkt das Henna sicherlich intensiver als im Winter usw.

In jedem Fall ist eine Packung mit farblosem Henna eine feine Sache für dünnes, strapaziertes Haar. Rühren Sie das Henna nicht ganz so heiß wie zum Färben an, geben Sie ein Ei dazu, einen Eßl. Olivenöl und einen winzigen Spritzer Zitronensaft. Wie oben fortfahren, ca. 1 Std. einwirken lassen.
Hinweis: auch wenn es als “farblos” deklariert wird, kann es mal passieren, dass sehr helles/graues Haar einen ganz leichten Rotstich bekommt! Dann lieber alle Zutaten ohne Henna anrühren und verwenden ;-)

Waschen Sie das Henna über der Badewanne mit reichlich lauwarmem Wasser sehr gründlich aus. Wenn sich das Haar sehr strohig anfühlt, waschen Sie es mit einem milden Shampoo, das die Farbe nicht zu sehr ausspült. Es gibt sehr gut duftende Hennashampoos!

Danach, wie gewohnt, trocknen und frisieren!

Noch ein Hinweis: Henna und chemische Färbemittel vertragen sich in der Regel nicht! Also sowohl vorher oder nachher sollten mehrere Wochen dazwischen liegen!